Geschichte

Die Geschichte der Kirchengemeinden Achtelsbach und Brücken

Unsere Kirchengeschichte beginnt mit der Kirche in Achtelsbach, deren Existenz seit dem Jahre 1308 sicher belegt ist. In diesem Jahr siegelte ein Pfarrer aus Achtelsbach als Zeuge eine Urkunde der Hunolsteiner auf der Burg zu Sötern.

Vermutlich ist die Kirche einige Jahrhunderte älter, da die Kirche der Sage nach dem heiligen Ullrich (ehem. Bischof von Augsburg gestorben 973) geweiht gewesen sein soll. Wenn dies zuträfe, fiele die Gründung in das 8. bzw. 9 Jahrhundert. 

Kirchenbüchern zufolge gehörten von je her die Orte Meckenbach, Traunen, Haupenthal (alle pfalz-zweibrückisch), Obersötern, Eisen (beide söterisch-hunolsteinisch), die westlich des Traunbachs gelegenen Teile von Abentheuer und  Brücken (alle zum hintersponheimischen Amt Birkenfeld gehörend) zum Kirchenspiel von Achtelsbach. Die östlich des Traunbachs gelegenen Teile von Abentheuer und Brücken gehörten zum Birkenfelder Kirchenspiel. Beide Kirchen gehörten dem lutherischen Bekenntnis an. 

Der Bekenntniswechsel des Pfalz-Zweibrückischen Herzogs Johann vom lutherischen zum reformierten im Jahre 1588 sorgte für erhebliche Turbulenzen in der Achtelsbacher Pfarrei, denn die nicht zweibrückischen Ortschaften blieben überwiegend lutherisch und besuchten fortan nicht mehr die Gottesdienste in Achtelsbach. So kam es, dass die Dörfer Abentheuer und Brücken nun auch mit Ihren westlich der Traun gelegenen Ortsteilen den Kirchgang nach Birkenfeld nahmen. 

Zum endgültigen Bruch mit den Gemeindegliedern der hintersponheimischen Gemeinden kam es 1721, als diese obwohl rechtlich gesehen noch zur Pfarrei Achtelsbach gehörend Leistungen zum Bau eines reformierten Pfarrhauses in Achtelsbach verweigerten und dies mit der kirchlichen Zugehörigkeit zu Birkenfeld begründeten. 

Über die Rechtmäßigkeit dieser Fakten wurde noch lange ohne Einigung gestritten und erst durch die  Auswirkungen der französischen Revolution auf unseren Raum beendeten. Brücken und Abentheuer waren nun endgültig Teil der Pfarrei Birkenfeld. 

Im Laufe der weiteren geschichtlichen Entwicklung wurden die Rufe nach einer Verständigung zwischen Reformierten und Lutheranern immer lauter. Schließlich wurde am Sonntag den 25. Juni 1843 in dem ganzen Gebiet, das in der  Folge des Wiener Kongresses als "Fürstentum Birkenfeld" am 16. April 1817 oldenburgisch geworden war, die Union feierlich eingeführt.

Damit vereinten sich die 12 lutherischen Gemeinden und die beiden reformierten Gemeinden Achtelsbach und Wolfersweiler zur  evangelischen Landeskirche. Diese kleine Landeskirche existierte bis zum 25. Juni 1934, als sie vereinbarungsgemäß mit Rückwirkung zum 1. Januar 1934 der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union beitrat und so als Kirchenkreis bzw. Synode Birkenfeld der evangelischen Kirche der Rheinprovinz angegliedert wurde.

Der gemeinsam unierte Bekenntnisstand machte vieles unkomplizierter und einfacher. So konnte die Kirchengemeinschaft Achtelsbach, die seit 1924 keinen eigenen Pfarrer mehr hat, zunächst von Nohfelden und seit 1931 dann von Birkenfeld aus mitbetreut werden. Dies blieb so bis zur Errichtung der Pfarrstelle in Brücken.   

Die Entstehung der Ev. Kirchengemeinde Brücken

(der jüngsten Gemeinde im Kirchenkreis Birkenfeld)

Anfang der 60er Jahre ließen die hohen Gemeindegliederzahlen in dem von zwei Pfarrstellen betreuten Birkenfelder Raum eine angemessene seelsorgerische Betreuung nicht mehr zu. Das Birkenfelder Presbyterium beschloss die Errichtung einer dritten Pfarrstelle und stellte nach eingehenden Beratungen und Gemeindeversammlungen bei der Kirchenleitung den Antrag zur Bildung einer eigenen Kirchengemeinde mit folgenden Punkten.

1. Die Ortschaften Abentheuer und Brücken aus der Kirchengemeinde Birkenfeld auszugliedern und zu einer  selbständigen Kirchengemeinde Brücken zusammenzuschließen;

2. Die neue Kirchengemeinde und die Kirchengemeinde Achtelsbach pfarramtlich zu verbinden;

3. Für die pfarramtliche verbundenen Gemeinden eine Pfarrstelle mit Sitz in Brücken zu schaffen;

4. Die Genehmigung zum Bau von Kirche und Pfarrhaus in Brücken zu erteilen;

Diesem Antrag wurde in allen Punkten entsprochen und die Urkunde über die Errichtung der Ev. Kirchengemeinde Brücken und deren Pfarramtliche Verbindung mit der Ev. Kirchengemeinde Achtelsbach trat am 1.Mai 1965 in Kraft. Am 14.08.1966 wurde der Grundstein zum Neubau der ev. Kirche mit Gemeindehaus und Pfarrhaus gelegt und schon am 17. Dez.1967 konnte diese mit einem Festgottesdienst eingeweiht werden.

Da die Gemeinde ihr neues Zentrum schon von Anfang an mit regem Leben füllte wurde das Gemeindezentrum in den Jahren 1983/84 erweitert, so dass nun alle Säle und die Kirche miteinander verbunden und variabler genutzt werden können.

Am 1. Januar 1972 erfuhr die Ev. Kirchengemeinde durch die Eingemeindung der Ortschaft Börfink und Ihrem Ortsteil Einschiederhof eine räumliche und zahlenmäßige Ausdehnung (Börfink war vorher der Kirchengemeinde Züsch angegliedert).

Seit der Gründung hatten vier Pfarrer unsere Pfarrstelle in Brücken inne:

1.       Johann Heinrich Honig von 1965 – 1968

2.       Friedrich Wilhelm Wischusen von 1968 –1976

3.       Erwin Bonn von 1976 bis 31.01.2009

4.       Ulrich Hammer von 01.08.2009 bis 31.05.2016

5.       Ab 01.06.2016 bis 31.08.2016 ohne Pfarrer

6.       Ab 01.09.2016 Vakanzvertretung durch Pfarrerin Marianne Tusch